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Internationales

Südkorea erwägt wegen Fukushima-Abwassers Anrufung des Internationalen Seegerichtshofs

Write: 2021-04-15 07:34:48Update: 2021-04-15 09:32:04

Südkorea erwägt wegen Fukushima-Abwassers Anrufung des Internationalen Seegerichtshofs

Photo : YONHAP News

Südkorea erwägt wegen Japans Plänen für die Entsorgung des Abwassers aus dem havarierten Atomreaktor Fukushima den Internationalen Seegerichtshof (ISGH) anzurufen.

In einer am Mittwoch an Reporter verschickten Kurznachricht erläuterte das Außenministerium die möglichen Gegenmaßnahmen, darunter auch die Einschaltung des ISGH.

Die Überprüfung eines solches Schritts hatte Präsident Moon Jae-in zuvor am Tag auf einer Kabinettssitzung angeordnet.

Die Anrufung des Gerichts bedeutete eine Kehrtwende der Regierung. Diese hatte bislang die Einschätzung vertreten, dass ein solcher Schritt unrealistisch wäre, da die Risiken für die Gesundheit der südkoreanischen Bevölkerung eindeutig nachgewiesen werden müssten.

Die Entsorgung des radioaktiv verseuchten Wassers würde den japanischen Plänen zufolge aber erst in zwei Jahren beginnen.

Die Regierung erwäge demnach, über das Gericht vorläufige Maßnahmen zu erwirken, wenn erhebliche Bedenken über mögliche Schäden bestehen. Jedoch sind der Regierung Einschätzungen bekannt, wonach sich auch ein solches Vorgehen nicht bald verwirklichen lassen würde. Denn auch in diesem Fall müsse es stichfeste Anhaltspunkte für Gesundheitsrisiken durch das Ableiten des verseuchten Wassers ins Meer geben.

Das Ministerium wolle sich daher zunächst darauf konzentrieren, sich in bilateralen Gesprächen internationale Unterstützung für ihren Widerstand gegen die Pläne zu sichern.

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