Nach den Schießereien im US-Bundesstaat Georgia am Dienstag hat die zuständige Ermittlungsbehörde als Tatmotiv eine Sexsucht ins Spiel gebracht.
Der nach den Schießereien in drei Massagesalons in der Gegend von Atlanta verhaftete Verdächtige Robert Aaron Long habe als Tatmotiv seine Sexsucht genannt und als Ursache für diese Sucht die getöteten Frauen, heißt es.
Die Polizei will den Verdächtigen unter anderem wegen vier Morden anklagen und weitere Ermittlungen durchführen.
In Atlanta werden trotz der Polizeimitteilung besorgte Stimmen immer lauter. Anlässlich der Angriffe solle man sich mit den in den USA weit verbreiteten feindlichen Blicken auf Minderheiten auseinandersetzen, heißt es.
Präsident Joe Biden sagte, er verstehe die Besorgnis der Amerikaner asiatischer Herkunft. Zugleich äußerte er jedoch, dass er im Moment keine Vermutung zur Motivation des Mörders anstellen wolle. Man sollte die Ergebnisse von Untersuchungen der Bundesermittlungsbehörde FBI und des Justizministeriums abwarten.
Nicht nur koreanischstämmige Kongressabgeordnete, sondern auch führende Persönlichkeiten wie Ex-Präsident Barack Obama äußerten sich wegen Schießereien besorgt.
Die südkoreanische Botschaft und weitere diplomatische Vertretungen in den USA riefen am Mittwoch auf ihrer Webseite und Facebook die koreanischstämmigen Einwohner zu besonderer Vorsicht auf.