Eine aus Nordkorea Geflüchtete ist Kandidatin der Konservativen Partei für die Kommunalwahlen in Großbritannien geworden.
Die britische Zeitung „The Times“ schrieb am Mittwoch (Ortszeit), dass Park Ji-hyun als Tory-Kandidatin für die Wahl zum Gemeinderat in Moorside in Bury, Greater Manchester nominiert worden sei.
Park war 2008 als Flüchtling nach Großbritannien gekommen und hatte sich dort niedergelassen. In letzter Zeit führte sie Aktivitäten für die Menschenrechte nordkoreanischer Flüchtlinge durch.
Letztes Jahr wurde sie hierfür mit dem Amnesty Brave Award von Amnesty International UK ausgezeichnet.
Die Zeitung schrieb, dass Park der erste Flüchtling aus Nordkorea sei, der in einem anderen Land als Südkorea für ein öffentliches Amt kandidiere.
Park war 1998 nach China geflüchtet, wurde jedoch Opfer von Menschenhandel und für eine Zwangsheirat verkauft. Sie war 2004 von den chinesischen Behörden festgenommen und nach Nordkorea zurückgeschickt worden. Dort war sie in einem Gefangenenlager eingesperrt und gefoltert worden.
Später hatten Wächter sie aus dem Lager entlassen, damit sie draußen sterben könne. Sie hatte Hilfe bekommen und war erneut geflüchtet.
Park sagte, dass sie den Bewohnern zuhören und sie beschützen werde, wenn sie gewählt werde.