UN-Experten haben die japanische Regierung davor gewarnt, radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem vor zehn Jahren havarierten Atomkraftwerk in Fukushima in den Pazifik zu leiten.
Das könne keine akzeptable Lösung sein, erklärten die Experten in einer Stellungnahme am Donnerstag.
Kontaminiertes Wasser, das noch im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi verbleibe, stelle eine große Gefahr für die Umwelt und die Menschenrechte dar. Die Hauptquelle für die Radioaktivität bleibe der geschmolzene Kernbrennstoff in den Reaktoren. Frisches Grundwasser, das in das AKW-Gelände gelange, werde dadurch weiterhin verseucht, hieß es.
Man fordere die japanischen Behörden auf, ihre Bemühungen zur Vermeidung von Risiken und zum Schutz der betroffenen Bevölkerung vor den Auswirkungen der Strahlenbelastung gemäß ihren Menschenrechtsverpflichtungen zu intensivieren.
Die Stellungnahme gaben fünf UN-Experten ab, darunter der Sonderberichterstatter zu Giftstoffen und Menschenrechten sowie der Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf sicheres Trinkwasser und sanitäre Anlagen.