Die japanische Regierung hat erneut verlangt, dass die anlässlich der AKW-Katastrophe in Fukushima im März 2011 verhängten Einfuhrbeschränkungen anderer Länder für japanische Fischereiprodukte aufgehoben werden müssen.
Außenminister Toshimitsu Motegi sagte am Donnerstag in seiner Stellungnahme anlässlich des zehnten Jahrestags des Großen Erdbebens in Ostjapan, es sei äußerst bedauerlich, dass einige Länder und Regionen auch ein Jahrzehnt nach der Katastrophe weiterhin den Import japanischer Lebensmittel einschränkten.
Die japanische Regierung werde auf der Grundlage wissenschaftlicher Nachweise alle Kräfte aufbieten, damit die Beschränkungen so bald wie möglich aufgehoben würden. Zugleich werde sie sich stärker für die Steigerung der Ausfuhren von Agrar-, Forst- und Fischereiprodukten einsetzen, hieß es.
Motegi brachte zwar keine einzelnen Länder zur Sprache. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass er mit den Bemerkungen Südkorea und China ins Visier nahm.
Die japanische Regierung hatte vor der Welthandelsorganisation Südkorea wegen dessen Importverbots für Fischereiprodukte aus Fukushima und sieben weiteren Präfekturen verklagt. Auch nach seiner Niederlage im April 2019 fordert Tokio kontinuierlich die Aufhebung des Einfuhrverbots.
China hatte das entsprechende Verbot für zehn Regionen, damit mehr als Südkorea, verhängt.