Südkorea muss dieses Jahr 1,18 Billionen Won (eine Milliarde Dollar) für die Stationierung der US-Truppen in Korea zahlen, damit 13,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Entsprechende Details zu der Einigung mit den USA gab das südkoreanische Außenministerium bekannt. Die Chefunterhändler beider Länder, Jeong Eun-bo und Donna Welton, hätten bei der neunten Verhandlungsrunde vom 5. bis 7. März in Washington eine endgültige Einigung für den Abschluss des elften Special Measures Agreement (SMA) erzielt.
Die Einigung gelang 18 Monate nach der Aufnahme der Verhandlungen für das elfte SMA im September 2019. Nachdem das alte Abkommen Ende 2019 ausgelaufen war, hatte es 15 Monate kein neues Abkommen gegeben.
Das elfte Abkommen gilt für sechs Jahre (2020 bis 2025). Nach einer Anhebung von 13,9 Prozent in diesem Jahr soll Südkoreas Anteil von 2022 bis 2025 gekoppelt mit dem Anstieg seines Verteidigungshaushalts steigen. Nächstes Jahr wird demnach die diesjährige Anhebung von 5,4 Prozent gelten.
Beide Seiten einigten sich auch auf institutionelle Verbesserungen, damit nicht erneut koreanische Mitarbeiter der US-Truppen unbezahlten Zwangsurlaub nehmen müssen. Letztes Jahr war es zu einer solchen Entscheidung gekommen, da eine Einigung über die Beitragshöhe ausgeblieben war.
Ein Ministerialer sagte, dass die Bündnisangelegenheit nach dem Amtseintritt der Biden-Regierung schnell und reibungslos geklärt worden sei. Damit sei demonstriert worden, dass die Allianz intakt sei.
Das Abkommen wird nach der Paraphierung vom Ministerium für Regierungsgesetzgebung und dem Kabinett geprüft. Nach einer Billigung durch den Präsidenten wird die offizielle Unterzeichnung erfolgen. Anschließend muss das Parlament der Ratifizierung zustimmen, damit das Abkommen in Kraft treten kann.
Es wird erwartet, dass die Unterzeichnung anlässlich der Reise von US-Außenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd Austin nach Südkorea stattfindet, die voraussichtlich am 17. März erfolgt.