Die US-Stadt Philadelphia hat eine Resolution zur Verurteilung des umstrittenen Aufsatzes von Professor J. Mark Ramseyer von der Harvard Law School über die Opfer der Sexsklaverei des japanischen Militärs angenommen.
Nach Angaben des Stadtparlaments von Philadelphia am Freitag (Ortszeit) wurde die am 25. Februar vom Parlamentsmitglied David Oh, einem Korea-Amerikaner, vorgelegte Resolution am Donnerstag verabschiedet.
Darin steht, die Resolution widerlege Ramseyers Artikel „Contracting for sex in the Pacific War“, der dem historischen Konsens und Beweisen von tausenden Frauen und Mädchen widerspreche, die vor und während des Zweiten Weltkriegs von der japanischen kaiserlichen Armee zur sexuellen Sklaverei gezwungen worden seien. Der Artikel sei extrem ungenau und eine beleidigende Darstellung der tausenden Opfer.
Darin wird auch darauf hingewiesen, dass Japan 1993 durch eine Erklärung des damaligen Chefkabinettssekretärs Yohei Kono die Verschleppung von Frauen zur Sexsklaverei zugestanden und sich dafür entschuldigt hatte, dass jedoch die Regierung von Shinzo Abe versucht hatte, die historische Tatsache umzukehren.
Für die Opfer der Gräueltaten im Krieg müssten ihre Erlebnisse genau erzählt werden, eine gefährliche Umschreibung der Geschichte müsse verurteilt werden. Im Namen der Überlebenden sowie für Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt müsse die Gesellschaft weiterhin gefährliche Versuche zurückdrängen, historische Gräueltaten zu bagatellisieren, und sicherstellen, dass sie nie wieder vorkommen würden, wird in der Resolution verlangt.