Iran wird laut seinem Notenbankchef zuerst eine Milliarde Dollar von seinen in Südkorea eingefrorenen Vermögenswerten in Höhe von sieben Milliarden Dollar zurückbekommen.
Das sagte der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Abdolnaser Hemmati, laut lokalen Medien wie der Nachrichtenagentur IRNA, Reportern am Mittwoch (Ortszeit).
Die in Südkorea eingefrorenen Vermögenswerte gehörten der Zentralbank. Sie habe das Recht, rechtliche Schritte einzuleiten. Man habe einen Zahlungsbefehl erteilt und werde nach dem Völkerrecht vorgehen, falls Südkorea nicht zahle, hieß es.
Hemmati war am Montag mit dem südkoreanischen Botschafter in Teheran, Ryu Jeong-hyun, zusammengekommen. Danach hatte die iranische Regierung mitgeteilt, dass beide Seiten vereinbart hätten, die eingefrorenen Gelder an von Iran gewünschte Orte zu transferieren.
Die südkoreanische Regierung hatte jedoch die Position mitgeteilt, dass eine tatsächliche Freigabe der Gelder Konsultationen mit den USA erfordere. Denn die Gelder waren gemäß den US-Sanktionen gegen Teheran eingefroren worden.