Zum Menü Zum Inhalt
Go Top

Internationales

Harvard-Professoren kritisieren umstrittenen Aufsatz zu Trostfrauen

Write: 2021-02-19 11:09:37Update: 2021-02-19 13:10:28

Harvard-Professoren kritisieren umstrittenen Aufsatz zu Trostfrauen

Photo : YONHAP News

Zwei Professoren der Harvard Universität haben die umstrittene Behauptung eines Kollegen von der Harvard Law School über die Opfer der Sexsklaverei des japanischen Militärs während des Zweiten Weltkriegs kritisiert. 

Geschichtsprofessor Andrew Gordon und Carter Eckert, Professor in der Abteilung für ostasiatische Sprachen und Zivilisationen, haben die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit des Aufsatzes von J. Mark Ramseyer "Contracting for sex in the Pacific War" in Zweifel gezogen.

In dem Artikel, der in der Märzausgabe des Journals „International Review of Law and Economics“ erscheinen soll, behauptet Ramseyer, dass die Trostfrauen der japanischen Armee Prostitutierte gewesen seien, die auf Vertragsbasis gearbeitet hätten. 

Beide Professoren hätten auf Anfrage des Chefredakteurs des Journals den Artikel Ramseyers begutachtet, sagten sie. Sie hätten bemängelt, dass es darin praktisch keine mündlichen oder schriftlichen Aussagen dritter Personen zu Verträgen mit koreanischen Fauen gebe. 

Ramseyer habe offenkundig keine tatsächlichen Verträge mit koreanischen Trostfrauen eingesehen. Auch würden keine relevanten Zitate angeführt. Das seien die schlimmsten Verstöße gegen das Prinzip der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit, die in dem Beitrag festgestellt worden seien, hieß es. 

Eckert studierte die Geschichte Koreas, Gordon die moderne Geschichte Japans.

Die Redaktion empfiehlt

Close

Diese Webseite verwendet Cookies und andere Techniken, um die Servicequalität zu verbessern. Die fortgesetzte Nutzung der Webseite gilt als Zustimmung zur Anwendung dieser Techniken und zu den Richtlinien von KBS. Mehr >