Ein Experte für Koreastudien hat Behauptungen im umstrittenen Aufsatz von Professor J. Mark Ramseyer von der Harvard Law School über die Trostfrauen in Einzelheiten widerlegt.
Mark Peterson, emeritierter Professor an der Brigham Young University, schrieb in einer Kolumne auf Korea.net, das hässliche Bild von Japan, das seine Rolle und Handlungen im Zweiten Weltkrieg verteidige, hebe bereits 2021 seinen hässlichen Kopf.
In der Kolumne mit der Überschrift „Trostfrauen: Japa erregt erneut Ärger in Korea“ schrieb Peterson, das Problem an dem Artikel von Ramseyer sei, dass dieser sich nicht damit befasst habe, wie Frauen durch Gewalt oder Betrug rekrutiert worden seien. Stattdessen sei nur ein geheimnisvolles Rechtsthema behandelt worden, mit dem sich nur Anwälte befassen sollten.
Peterson schrieb auch, dass man auf Geschichten von Opfern, die während des Zweiten Weltkriegs als Trostfrauen verschleppt worden seien, überall in Südkorea stoßen würde.
In dem Aufsatz gehe es nur um rechtliche Fragen der Prostitution, die in staatlich genehmigten Bordellen betrieben worden sei. Der Autor wolle nicht umfassend über die Trostfrauen diskutieren. Er wolle die Situation der kriminellen Ausbeutung von Frauen durch Japan während des Kriegs nicht beschreiben, hieß es.
Peterson verwies auf die Massaker von Nanking durch Japan und erläuterte, dass japanische Soldaten nach Gefechten Frauen vergewaltigt, Menschen getötet und randaliert hatten. Die japanische Regierung habe den Betrieb der sogenannten Troststationen verstärkt, um den Sexualtrieb der Soldaten befriedigen zu lassen.
Sollten die Implikationen des Artikels die Verunglimpfung des Lebens der wenigen verbleibenen Trostfrauen, die Verunglimpfung der Erinnerung an die verstorbenen Trostfrauen, und das Schüren der Flammen des Misstrauens und des Hasses zwischen zwei Nachbarländern sein, bekomme der Artikel eine neue Bedeutung. Der Artikel habe dazu gedient, alte Feindseligkeiten, Misstrauen und Hass Südkoreas gegenüber Japan zu entfachen, hieß es weiter.
Peterson wies auch darauf hin, dass Ramseyer offiziell der Mitsubishi-Professor für japanische Rechswissenchaften sei. Auch wurde erwähnt, dass er in Japan aufgewachsen ist und vor zwei Jahren einen Orden der Aufgehenden Sonne erhalten hatte. Er habe Japan so sehr in und außerhalb des Landes repräsentiert, hieß es.
Peterson erhielt 1987 an der Harvard Universität den Doktorgrad in Ostasienstudien und unterrichtete an der Brigham Young University mehr als 30 Jahre Koreanistik. Seit seiner Pensionierung 2018 betreibt er den YouTube-Kanal „The Frog Outside the Well“.