Katholische Kirchenverbände in Südkorea und Japan haben sich gegen Pläne der japanischen Regierung ausgesprochen, kontaminiertes Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk in Fukushima ins Meer zu leiten.
Die Gerechtigkeits- und Friedenskommission der Katholischen Bischofskonferenz Koreas, der Japanische Katholische Rat für Gerechtigkeit und Frieden sowie weitere Ausschüsse veröffentlichten am Dienstag eine Stellungnahme gegen Tokios Vorhaben.
Die japanische Regierung wolle bald den Plan beschließen, das nach dem ALPS-Verfahren aufbereitete, jedoch Tritium, einen radioaktiven Stoff, enthaltende Wasser aus dem Kernkraftwerk Fukushima Nr. 1 ins Meer zu pumpen. Man spreche sich gegen ein solches Vorhaben aus, hieß es.
Sie verwiesen dabei auf die Expertenmeinung, dass sich Tritium unmittelbar auf Totgeburten, Fälle von Down-Syndrom und Säuglingstode auswirken oder Leukämie verursachen könnte. Sie machten auch darauf aufmerksam, dass in einem von der japanischen Regierung vorgelegten Bericht keine Angaben zu den Auswirkungen des kontaminierten Wassers auf die Meeresbewohner und die Meeresumwelt gemacht würden.
Sie warnten, dass das Abpumpen des Wassers ins Meer den Einwohnern und Bürgern sowie Menschen in der ganzen Welt größere Sorgen und Schäden bereiten würde.