Die Gerechtigkeitspartei will für die Wahlen neuer Oberbürgermeister der Großstädte Seoul und Busan keine Kandidaten aufstellen.
Die Entscheidung verkündete die kleinere Oppositionspartei am Mittwoch.
Hintergrund ist der Rücktritt von Parteichef Kim Jong-cheol in der Vorwoche, der eine Parteikollegin sexuell belästigt hatte. Drei Tage nach seinem Rücktritt war er außerdem aus der Partei ausgeschlossen worden.
Parteisprecher Jeong Ho-jin erläuterte zu der Entscheidung, dass keine Kandidaten bei den Nachwahlen ins Rennen geschickt würden, um dem Prinzip einer verantwortungsvollen Politik gerecht werden zu können.
Am 7. April finden in Seoul und Busan Nachwahlen statt, da die Posten der Oberbürgermeister in den beiden größten Metropolen des Landes vakant geworden waren.
Im April des Vorjahres war Oh Keo-don als Stadtoberhaupt von Busan zurückgetreten. Seouls Oberbürgermeister Park Won-soon beging im Juli offenbar Selbstmord, nachdem eine Mitarbeiterin ihn der sexuellen Belästigung beschuldigt hatte.