Das südkoreanische Verteidigungsministerium hat den Protest Japans gegen Angaben in seinem Verteidigungsweißbuch 2020 als ungerecht und inakzeptabel zurückgewiesen.
Das Ministerium gab in einer Pressemitteilung am Mittwoch bekannt, dass das japanische Verteidigungsministerium am Dienstag Protest erhoben und ein Militärattaché darauf reagiert habe. Dieser habe deutlich gemacht, dass der ungerechte Protest Japans inakzeptabel sei und dass die im Verteidigungsweißbuch beschriebenen Inhalte objektive Tatsachen seien, hieß es.
Laut dem Seouler Ministerium äußerte die japanische Seite Bedauern über die Angaben zu Dokdo. Sie habe ein angemessenes Vorgehen Südkoreas in der Angelegenheit im Zusammenhang mit einem japanischen Aufklärungsflugzeug verlangt.
In dem am Dienstag veröffentlichten Papier wurde die Bezeichnung für Japan von einem „Partner“ zu einem „Nachbarland“ herabgestuft. Zudem heißt es, dass bestimmte Handlungen Japans für Schwierigkeiten in den bilateralen Verteidigungsbeziehungen gesorgt hätten. Genannt wurden Provokationen einiger japanischer Politiker in Bezug auf Dokdo, ein bedrohlicher Überflug eines japanischen Aufklärungsflugzeugs über ein südkoreanisches Kriegsschiff 2018 sowie irreführende Pressemeldungen.
Das US-Verteidigungsministerium betonte unterdessen am Dienstag (Ortszeit) angesichts des Konflikts zwischen Seoul und Tokio um das Verteidigungspapier die trilaterale Zusammenarbeit. In dieser Region gebe es keinen wichtigeren Verbündeten als Südkorea und Japan, hieß es.