Die Zahl der täglich erfassten Coronavirus-Infektionen in Südkorea ist wieder unter die
Schwelle von 400 gesunken.
Nach Angaben der Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention am Dienstag wurden bis Mitternacht 354 Neuinfektionen binnen 24 Stunden bestätigt. Damit stieg die Gesamtzahl der bisher nachgewiesenen Infektionsfälle im Land auf 75.875.
Die Zahl der Infizierten in kritischem Zustand oder mit schwerem Verlauf beträgt 270.
Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um elf auf 1.371.
Wie verlautete, sieht die Regierung zwar angesichts der jüngsten Entwicklung des Infektionsgeschehens die Notwendigkeit für Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Jedoch sei sie unschlüssig, weil nicht vorausgesagt werden könne, inwieweit sich die zuletzt in einer religiösen Einrichtung ausgebrochene Cluster-Infektion ausbreiten werde.
Ministerpräsident Chung Sye-kyun sagte am Dienstag in einer Sitzung der Katastrophenschutzzentrale, dass in einer ungenehmigten Bildungseinrichtung einer Missionsgesellschaft über 120 Infektionsfälle gemeldet worden seien. 93 Prozent der Schüler, die dort lebten, hätten sich angesteckt.
Chung äußerte sich wegen einer weiteren Verbreitung besorgt, weil die Missionsgesellschaft landesweit über 20 ähnliche Einrichtungen betreibt.
Er rief die Seuchenkontrollbehörden zudem zu gründlichen Vorbereitungen auf, damit keine Lücke bei den Eindämmungsbemühungen im Zusammenhang mit Mutationen des Coronavirus entstehe.