Südkorea sollte laut einer staalichen Denkfabrik dem transpazifischen Handelsabkommen CPTPP (Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partneship) beitreten, um auf die neuen Handelsbedingungen unter US-Präsident Joe Biden besser zu reagieren.
Das schrieb das Koreanische Entwicklungsinstitut (KDI) in einem Bericht zum internationalen Handelsumfeld in der Biden-Ära und Südkoreas Strategie.
Biden habe zwar keine konkrete Position in Bezug auf die Handelspolitik gegenüber China bekannt gemacht. Er werde jedoch voraussichtlich einen fairen Handel betonen, sagte Song Yeong-kwan, leitender Foscher des KDI.
Er ging davon aus, dass die Handelspolitik der Biden-Regierung vom Multilateralismus und der Einhaltung internationaler Regeln sowie der Verschärfung der Arbeits- und Umweltstandards in Handelsabkommen geprägt sein wird. Sie werde auch die US-zentrierte globale Wertschöpfungkette verstärken und an dem harten Kurs gegenüber China festhalten, hieß es.
Song schlug als Südkoreas Handelsstrategie vor, dem CPTPP beizutreten, und zwar früher als China.
Er machte zudem auf ausländische Investoren aufmerksam, die im Zuge des Konflikts zwischen den USA und China ihr Kapital aus der Volksrepublik abziehen wollen. Südkorea müsse sich überlegen, wie diese Gelder ins Land angelockt würden, hieß es.