Der Gouverneur der Iranischen Zentralbank hat Südkorea aufgefordert, den Willen für eine politische Lösung für die dort eingefrorenen iranischen Gelder zu zeigen.
Die entsprechende Äußerung machte der Notenbankchef Abdolnaser Hemmati in einem schriftlichen Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag (Ortszeit).
Südkoreas Behörden hätten versprochen, alles Mögliche zu tun, um die eingefrorenen Gelder zur Verfügung zu stellen. Es sei jedoch nicht das erste Mal gewesen, dass sie eine solche Zusage gemacht hätten, sagte er.
Eine südkoreanische Delegation habe gesagt, dass Südkorea den politischen Willen für eine Lösung habe. Das Problem sei, dass Südkorea auch der Politik und Regulierungen der USA Folge leisten wolle, hieß es.
Zugleich wies er einen Zusammenhang zwischen der Festsetzung eines südkoreanischen Öltankers und den eingefrorenen Geldern zurück.
Die iranische Revolutionsgarde hatte am 4. Januar im Persischen Golf das unter südkoreanischer Flagge fahrende Schiff Hankuk Chemi festgesetzt. Als Hintergrund wurden die wegen der US-Sanktionen gegen Teheran bei südkoreanischen Banken eingefrorenen Petrogelder vermutet.