Eine für Verhandlungen über die Herausgabe eines festgesetzten Öltankers und der Besatzung nach Iran entsandte südkoreanische Regierungsdelegation hat am Dienstag mit leeren Händen die Heimkehr angetreten.
Das Außenministerium in Seoul teilte am Mittwoch mit, dass die Regierung auf der Grundlage der Besuchsergebnisse Diskussionen mit Iran für die Freigabe des Schiffs fortsetzen wolle. Sie wolle den südkoreanischen Besatzungsmitgliedern konsularische Hilfe anbieten, bis eine Lösung in der Angelegenheit gefunden werde.
Die Delegation unter Leitung von Vizeaußenminister Choi Jong-kun protestierte in Teheran heftig gegen das Festhalten des Schiffs und dessen Besatzung und forderte eine baldige Freigabe.
Die iranische Seite wiederholte jedoch die Position, dass es sich um eine technische Angelegenheit handele, die mit einer Meeresverschmutzung zusammenhänge. Zugleich versprach sie ein faires und zügiges Justizverfahren, die humanitäre Behandlung der Crewmitglieder sowie die Gewährleistung konsularischer Treffen.
Teheran äußerte auch Unmut darüber, dass seine Petrogelder in Südkorea nach seiner Meinung unter dem Vorwand der US-Sanktionen ungerechterweise eingefroren seien. Choi betonte, dass Diskussionen mit Washington unerlässlich seien, weil die Finanzsysteme Südkoreas und der USA miteinander eng verknüpft seien. Er forderte Iran zu einer aktiven Kooperation auf, um nach möglichen Wegen zu suchen.