Das Außenministerium hat die Forderung Südkoreas gegenüber einem japanischen Vermessungsschiff verteidigt, dessen Aktivitäten südöstlich von der Insel Jeju einzustellen.
Laut japanischen Medienberichten hatte die südkoreanische Küstenwache am frühen Montagmorgen ein Vermessungsschiff der japanischen Küstenwache aufgefordert, seine Aktivitäten zu stoppen. Das Schiff habe 139 Kilometer westlich von der Insel Meshima der japanischen Präfektur Nagasaki eine Erdbebenuntersuchung durchgeführt.
Nach Angaben der zuständigen Behörden befinde sich der Ort, an dem das japanische Schiff Untersuchungsaktivitäten durchgeführt habe, in der ausschließlichen Wirtschaftszone (EEZ) Südkoreas, sagte der Ministeriumssprecher Choi Young-sam am Dienstag vor der Presse.
Die ausschließliche Wirtschaftszone ist ein Begriff gemäß dem internationalen Seerecht, mit dem exklusive Rechte eines Landes auf Ressourcen im Meeresgebiet bis zu 200 Seemeilen ab der Küste anerkannt werden.
In dem betreffenden Gebiet überlappen sich die EEZ Südkoreas und die Japans. Weil beide Länder keine Einigung erzielten, hat jede Seite ihrerseits behauptet, dass es sich um ihre EEZ handele.
Laut einer diplomatischen Quelle setzt die japanische Seite derzeit die Untersuchungsaktivitäten fort und will dies bis Februar tun. Die südkoreanische Küstenwache verfolge die Situation mit Aufmerksamkeit und warne jedes Mal, wenn das Schiff in die EEZ Südkoreas einfährt.