Die iranische Regierung hat über das bisherige Vorgehen der südkoreanischen Regierung in Bezug auf die in Südkorea eingefrorenen Petrogelder Unmut geäußert.
Iran habe bereits wiederholt seine Unzufriedenheit mit Seouls Herangehensweise in der Frage der eingefrorenen Gelder geäußert, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Saeed Khatibzadeh, am Dienstag (Ortszeit) vor der Presse.
In Südkorea gehe es in dieser Hinsicht sehr langsam voran. Die iranische Regierung sei nicht zufrieden damit, was bisher geschehen sei, sagte er.
Die Äußerungen erfolgten, nachdem eine südkoreanische Regierungsdelegation nach Iran gereist war, um über die Herausgabe eines dort festgehaltenen südkoreanischen Öltankers und seiner Besatzung und die eingefrorenen Gelder zu verhandeln.
Die iranische Revolutionsgarde hatte das Schiff Hankuk Chemi am 4. Januar im Persischen Golf festgesetzt, als Grund wurde eine Meeresverschmutzung genannt. Die Reederei, für die das Schiff fährt, wies jedoch den Vorwurf zurück. Das Schiff wird derzeit im Hafen von Bandar Abbas festgehalten, seine 20 Besatzungsmitglieder, darunter fünf Südkoreaner, befinden sich an Bord.
Als Hintergrund für die Festsetzung werden iranische Petrogelder in Höhe von sieben Milliarden Dollar vermutet, die wegen der US-Sanktionen gegen Iran bei südkoreanischen Banken eingefroren sind.
Iran hatte 2010 im Namen seiner Zentralbank bei zwei Banken in Südkorea Konten eröffnet, über die Zahlungen für Ölexporte erfolgten.