Der iranische Außenminister hat Südkorea aufgefordert, eine Lösung für die bei südkoreanischen Banken eingefrorenen iranischen Gelder zu finden.
Zugleich betonte Mohammed Dschawad Sarif, dass die iranische Regierung in die Angelegenheit eines festgesetzten südkoreanischen Öltankers nicht eingreifen könne.
Die entsprechende Äußerung machte der Minister laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr am Montag (Ortszeit) beim Treffen mit einer südkoreanischen Regierungsdelegation unter Federführung von Vizeaußenminister Choi Jong-kun, die für eine Freigabe des Schiffs nach Teheran gereist war.
Die in Südkorea eingefrorenen Vermögenswerte seien das größte Hindernis für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen. Die südkoreanische Regierung sollte sofort Maßnahmen treffen, um das Hindernis zu beseitigen.
In Bezug auf die Festsetzung des Tankers Hankuk Chemi durch die iranische Revolutionsgarde wiederholte er die Position des Iran, dass die Umweltverschmutzung im Persischen Golf der Grund für die Festsetzung sei. Es handele es sich um eine technische Angelegenheit, die im rechtlichen und gerichtlichen Rahmen überprüft werde.
Die iranische Revolutionsgarde hatte am 4. Januar im Persischen Golf den unter südkoreanischer Flagge fahrenden Öltanker Hankuk Chemi festgesetzt. Begründet wurde dies mit einer Meeresverschmutzung. Die Reederei, für die das Schiff fährt, wies den Vorwurf jedoch zurück. An Bord des im Hafen von Bandar Abbas festgehaltenen Schiffs sind insgesamt 20 Besatzungsmitglieder, darunter fünf Südkoreaner.