Die Verhandlungen mit Iran über die Freigabe eines festgehaltenen südkoreanischen Öltankers sind ins Stocken geraten.
In Teheran verhandelt eine Regierungsdelegation um Vizeaußenminister Choi Jong-kun über eine Freigabe und Freilassung der Besatzungsmitglieder.
Die Delegation traf sich am Montag mit dem Zentralbank-Gouverneur Abdolnaser Hemmati. Thema waren bei südkoreanischen Banken eingefrorene iranische Petrogelder in Höhe von sieben Billionen Won (knapp 6,4 Milliarden Dollar).
Hemmati kritisierte, dass Südkorea seit eineinhalb Jahren eine Lösung verspreche, jedoch nichts unternommen habe. Er warnte, dass Iran auch Zinsen fordern und rechtlich vorgehen könnte.
Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif forderte ebenfalls eine Lösung für die eingefrorenen Gelder. In Bezug auf den Öltanker sagte er, das Schiff sei wegen einer Meeresverschmutzung festgesetzt worden. Daher handele es sich um ein technisches Problem, das mittels eines Justizverfahrens angegangen werden müsse. Die iranische Administration könne sich nicht in ein Justizverfahren einmischen.
Unterdessen wurde festgestellt, dass die fünf südkoreanischen Besatzungsmitglieder des Öltankers am Wochenende mit ihren Angehörigen in Südkorea telefoniert hatten. Laut einem Beamten des Außenministeriums sprachen auch die Crewmitglieder aus anderen Ländern telefonisch mit ihren Regierungsvertretern. Den Geiseln gehe es den Umständen entsprechend gut.