Iran hat von Südkorea gefordert, die jüngste Beschlagnahmung eines Tankers nicht zu einem politischen Thema zu machen.
Die iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete am Sonntag, dass der südkoreanische Vizeaußenminister Choi Jong-kun in Teheran eingetroffen sei und seinen Amtskollegen Abbas Araghchi getroffen habe.
Aragchi habe laut dem Bericht gefordert, dass die Frage nicht länger zu einem politischen Thema gemacht und der Fortgang des rechtlichen Verfahrens erlaubt werden solle.
Wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa meldete, habe IRNA den iranischen Außenminister mit den Worten zitiert, dass das Schiff wegen einer Ölverschmutzung festgehalten werde. Damit handele es sich um eine technische Frage, keine politische.
Iranische Beamte, darunter auch Aragchi, behaupten laut Berichten, dass die Beschlagnahmung nicht mit den bei südkoreanischen Banken eingefrorenen Geldern zusammenhänge. Der Zugriff auf das Geld wurde aufgrund von US-Sanktionen blockiert.
Doch habe Aragchi festgestellt, dass wegen Geldes die Spannungen zunähmen. Südkorea habe vor zweieinhalb Jahren iranische Gelder eingefroren, weil das Land von den USA "herumkommandiert" worden sei, hieß es.