Südkorea verbietet Angaben über das Äußere in Anzeigen für internationale Eheschließungen.
Das Ministerium für Geschlechtergleichheit und Familie gab bekannt, dass neue Durchführungsverordnungen zum Verbot von menschenrechtsverletzenden Handlungen bei Heiratsvermittlungen am heutigen Freitag in Kraft treten würden.
Demnach dürfen Anzeigen für Heiratsvermittlungen keine Angaben über Gesichtsmerkmale, die Körpergröße und das Gewicht enthalten. Bei einem Verstoß drohen Verwaltungsmaßnahmen wie ein Geschäftsstopp, eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren oder ein Bußgeld von bis zu 30 Millionen Won.
Letztes Jahr wurden bei 637 von insgesamt 18.000 Online-Anzeigen für internationale Ehen Verstöße gegen die Vorgaben festgestellt. Jedoch wurden lediglich in acht Fällen Korrekturen angeordnet.
Anzeigen von Heiratsvermittlern, in denen Frauen als Objekte angepriesen werden, seien eine der Ursachen für Vorurteile gegen Familien mit multikulturellem Hintergrund und Diskriminierung, sagte Gleichstellungsministerin Chung Young-ai. Sie versprach politische Bemühungen, um hinsichtlich der Menschenrechtsverletzungen gegenüber Heiratsmigrantinnen und der Diskriminierung Verbesserungen zu erreichen und die Gesellschaft gegenüber Fragen der Multikulturalität noch aufgeschlossener zu machen.