Die Regierung in Teheran hat Südkorea vorgeworfen, den Zugriff auf sieben Milliarden Dollar zu blockieren, die Iran gehörten.
Das habe Regierungssprecher Ali Rabiei laut einem Bericht von Reuters am Dienstag in einer virtuellen Pressekonferenz gesagt. Hintergrund der Bemerkung ist die Festsetzung eines südkoreanischen Öltankers durch den Iran, die mit einer Geiselnahme verglichen wird.
Der Sprecher wurde mit den Worten zitiert, wenn es eine Geiselnahme gäbe, dann, weil die südkoreanische Regierung sieben Milliarden Dollar grundlos "als Geisel" nehme.
Iran hatte am Montag einen unter südkoreanischer Flagge fahrenden Öltanker beschlagnahmt.
Die iranischen Revolutionsgarden begründeten die Tanker-Festsetzung in der Straße von Hormus mit wiederholten Verstößen gegen Umweltschutzgesetze.
Einem Beamten des südkoreanischen Außenministeriums zufolge habe Iran bestritten, das Schiff beschlagnahmt zu haben, um es als Druckmittel einsetzen zu können.
Wegen US-amerikanischen Sanktionen sind iranische Gelder bei südkoreanischen Banken eingefroren. Es handelt sich um rund sieben Milliarden Dollar aus dem Ölgeschäft, die bei zwei südkoreanischen Banken deponiert sind. Nachdem die USA 2018 als Reaktion auf Irans Rückzug aus dem Atom-Deal die Sanktionen verschärft hatten, wurden dem Verbündeten Südkorea auch indirekte Geschäfte mit Teheran effektiv verboten.