Japan hat Südkorea erneut aufgefordert, hinsichtlich der Entschädigungsklagen früherer Zwangsarbeiter gegen japanische Firmen angemessen vorzugehen.
Die entsprechende Forderung habe der japanische Chefkabinettssekretär Katsunobu Kato unterbreitet, als der scheidende südkoreanische Botschafter Nam Kwan-pyo am Freitag den Amtssitz des Premierministers besucht habe, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.
Nam habe Kato die Bereitschaft mitgeteilt, zu einem Erfolg der im Juli geplanten Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio beizutragen. Beide hätten vereinbart, dass Südkorea und Japan hierfür kooperieren würden, hieß es.
Nam und Kato hätten wiederholt bestätigt, dass beide Länder bei der Reaktion auf Nordkorea, einschließlich der Frage der Entführung von Japanern, eng zusammenarbeiten würden.
Das südkoreanische Präsidialamt hatte im November bekannt gegeben, den früheren Abgeordneten Kang Chang-il zum neuen Botschafter in Japan bestimmt zu haben. Kang war Vorsitzender der südkoreanisch-japanischen Parlamentarierunion.
Laut einem Bericht der japanischen Zeitung „Sankei Shimbun“ am Samstag forderte Kato auf einer Pressekonferenz Südkorea auf, die Einigung zwischen Seoul und Tokio über die Frage der Sexsklaverei der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg aufrichtig umzusetzen. Die umstrittene Einigung war am 28. Dezember 2015 erzielt worden.