US-Vizeaußenminister Stephen Biegun hat offenbar Bedenken über ein südkoreanisches Gesetz übermittelt, das anti-nordkoreanische Flugblattaktionen verbietet.
Seine Bedenken habe er bei seinem jüngsten Besuch in Seoul außerdienstlich vorgetragen, schrieb Josh Rogin, Kolumnist der US-Tageszeitung "Washington Post" am Donnerstag und berief sich auf nicht näher genannte Quellen.
In dem Artikel mit der Überschrift "Südkoreas neues Anti-Flugblatt-Gesetz sorgt für heftige Gegenreaktion in Washington" schreibt der Journalist, dass Biegun vor der entsprechenden Entscheidung im südkoreanischen Parlament Bedenken geäußert, die Trump-Regierung in der Angelegenheit jedoch geschwiegen habe.
Abgeordnete und Nichtregierungsorganisationen in den USA seien besorgt, dass Südkorea das Recht auf freie Meinungsäußerung und Menschenrechte opfere, um den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zu beschwichtigen.
Biegun hatte Südkorea letzte Woche besucht, das Gesetz wurde in dieser Woche verabschiedet.