Die USA haben Südkorea auf ihrer Beobachtungsliste wegen Währungsmanipulation behalten.
Das Finanzministerium gab diese Entscheidung in seinem am Mittwoch veröffentlichten Halbjahresbericht bekannt. Demnach würden neun weitere Länder weiterhin auf der Liste geführt: China, Japan, Deutschland, Italien, Singapur, Malaysia, Taiwan, Thailand und Indien.
Damit die USA einen Handelspartner als Währungsmanipulator einstufen, müssen drei Bedingungen erfüllt sein. Erstens, der Handelsüberschuss gegenüber den USA muss mindestens 20 Milliarden Dollar betragen. Zweitens, der Leistungsbilanzüberschuss gegenüber der Welt muss mindestens zwei Prozent betragen. Und drittens, es muss beständige und einseitige Interventionen am Devisenmarkt in einem Ausmaß von mindestens zwei Prozent des eigenen Bruttoinlandsprodukts über einen Zeitraum von sechs Monaten innerhalb eines Jahres gegeben haben.
Laut dem Bericht habe Südkoreas Leistungsbilanzüberschuss bei 3,5 Prozent des BIP gelegen, der Überschuss im Handel mit den USA habe mehr als 20 Milliarden Dollar betragen. Jedoch wurde auch auf einen Rückgang des Handelsüberschusses hingewiesen.