Laut einem Medienbericht nutzt Nordkorea die österreichische Hauptstadt Wien als Drehkreuz für Schmuggel und Spionage.
Das meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg News am Samstag.
Wien sei seit langem für Nordkorea ein Umschlagplatz für Schmuggel und für dessen Agenten ein Tor nach Europa, wurde ein hoher Beamter eines westlichen Geheimdienstes zitiert.
Zurzeit würden sich etwa zehn Agenten des Ministeriums für Staatssicherheit dort aufhalten. Neben dem Zusammentragen von Informationen zähle die Überwachung der eigenen Botschaften und Diplomaten zu ihren Aufgaben.
Auch in Vorgänge zur illegalen Beschaffung von Gütern seien sie involviert, ebenso die Suche nach Vermissten. Darüber hinaus würden sie Kader aufsuchen, die in die Heimat zurückbeordert worden seien.
Weiter heißt es in dem Bericht, dass Wien für Nordkorea in Zukunft noch wichtiger werden könnte. Sollte der gewählte US-Präsident Joe Biden Nordkorea vom Abbau des Atomprogramms überzeugen wollen, könne Wien als Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) möglicherweise hinsichtlich der Überwachungsaufgaben eine Rolle spielen.