Die Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der umstrittenen Stilllegung des Atomreaktors Wolseong-1 Haftbefehle gegen Regierungsbeamte beantragt.
Die Bezirksstaatsanwaltschaft Daejeon beantragte am Mittwoch bei einem lokalen Gericht der Stadt Haftbefehle gegen drei Beamte des Ministeriums für Handel, Industrie und Energie. Ihnen wird vorgeworfen, öffentliche Dokumente unerlaubt zerstört und Kontrollen durch die Audit-Behörde behindert zu haben.
Der Rechnungshof Board of Audit Inspection (BAI) behauptete, dass die drei Beamten 444 Materialien und Dokumente im Zusammenhang mit der Entscheidung für den Betriebsstopp des Reaktors vernichtet hätten. Dies sei kurz vor der Anordnung der Audit-Behörde im November letzten Jahres geschehen, das Material zu überreichen.
Wolseong-1 war Südkoreas zweitältester Atomreaktor. Jedoch hegt der Rechnungshof den Verdacht, dass über dessen Schließung voreingenommen entschieden und dessen Wirtschaftlichkeit mit Absicht klein geredet worden sei.