Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Nordkorea, Tomas Ojea Quintana, hat Südkorea aufgefordert, Informationen zur Erschießung eines südkoreanischen Fischereibeamten durch nordkoreanische Soldaten im September freizugeben.
Die südkoreanische Vertretung in Genf erhielt am Dienstag ein entsprechendes Schreiben des UN-Berichterstatters. Quintana verlangte eine offizielle Antwort der südkoreanischen Regierung.
Wie verlautete, habe er in dem Brief gefordert, dass ausreichend Informationen im Zusammenhang mit der Tötung des Beamten den Hinterbliebenen zur Verfügung gestellt werden müssten.
Quintana habe auch der nordkoreanischen Vertretung in Genf ein ähnliches Schreiben übergeben, hieß es.
Das Außenministerium in Seoul will nach Diskussionen mit den zuständigen Behörden einen Antwortbrief schreiben.
Quintana hatte zuvor am 30. Oktober gegenüber dem US-Sender Radio Free Asia verlangt, dass die Regierungen beider Länder, insbesondere die südkoreanische, Informationen darüber liefern müssten, was dem Mann zugestoßen sei.