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Internationales

Seoul und Tokio interpretieren IHO-Entscheidung zu Meeresbezeichnung unterschiedlich

Write: 2020-11-18 08:25:50Update: 2020-11-18 16:14:00

Seoul und Tokio interpretieren IHO-Entscheidung zu Meeresbezeichnung unterschiedlich

Photo : YONHAP News

Südkorea und Japan sind unterschiedlicher Auffassung über die Entscheidung der Internationalen Hydrographischen Organisation (IHO) zur Bezeichnung des zwischen beiden Ländern liegenden Meeres.

Ein Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums wies am Dienstag Tokios Behauptung zurück, dass die IHO in dem langjährigen Streit zugunsten Japans entschieden habe.

Die IHO-Mitgliedstaaten hatten sich vorläufig auf Änderungen des Standards S-23 verständigt, der als Grundlage für die Erstellung von Weltkarten gilt. Eine Lösung in dem Streit soll dadurch erzielt werden, dass das Meer eine numerische Kennzeichnung erhält.

Südkorea fordert seit 1997, dass neben der Bezeichnung Japanisches Meer auch die Bezeichnung Ostmeer offiziell eingeführt werden soll. Dies wird damit begründet, dass der Name zur Zeit der japanischen Kolonialherrschaft festgelegt worden war.

Ministeriumssprecher Lee Jae-wong sagte auf einer Pressekonferenz, dass S-23 damit nicht länger der gültige Standard sei und nur noch ein Relikt der analogen Ära sein werde.

Der Name Japanisches Meer werde in seiner Bedeutung zurückgestuft und die künftigen Änderungen, S-130 genannt, würden den Weg für die Verbreitung des Namens Ostmeer ebnen.

Auch wenn die IHO-Entscheidung nicht genau das sei, was Südkorea angestrebt habe, handele es sich um eine vernünftige Maßnahme, bei der in fairer Weise die Positionen beider Länder berücksichtigt worden seien.

Zuvor am Dienstag hatte auch die japanische Regierung die Bekanntgabe der IHO begrüßt. Damit würde die ausschließliche Verwendung der Bezeichnung Japanisches Meer gefördert, hieß es. Außenminister Toshimitsu Motegi sagte, der Name werde auf Papier-Weltkarten erhalten bleiben und in der Entscheidung seien Japans Behauptungen widergespiegelt worden.

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