Russland diskutiert mit Südkorea, einen Teil der Staatsschulden gegenüber Südkorea aus der Zeit der Sowjetunion mit Hubschraubern zu begleichen.
Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass am Dienstag (Ortszeit).
Die Angelegenheit sei auch während einer Videokonferenz zwischen dem südkoreanischen Finanzminister und Vizepremierminister Hong Nam-ki und dem russischen Vizepremierminister und Bevollmächtigten des Präsidenten im Föderationskreis Ferner Osten, Juri Trutnew, am Dienstag thematisiert worden, hieß es.
Der Pressedienst des Büros des Bevollmächtigten teilte im Anschluss an die Sitzung mit, dass die Frage der Lieferung russischer Hubschrauber an Südkorea zur Tilgung der Staatsschulden erörtert worden sei. Laut dem stellvertretenden Industrie- und Handelsminister Alexander Morosow verhandele das Unternehmen JSC Russian Helicopters mit interessierten koreanischen Unternehmen.
Südkorea hatte bereits in den 1990er Jahren mit Russland vereinbart, die im Zuge der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Sowjetunion gewährten Kredite in Höhe von 1,47 Milliarden Dollar teilweise mit Güterlieferungen zurückgezahlt zu bekommen. Das Land hatte dann russische Waffen und Hubschrauber eingeführt.
Laut dem russischen Finanzministerium sind mit Stand 2017 noch 594,3 Millionen Dollar nicht zurückgezahlt. Die Schulden sollen gemäß einem bilateralen Abkommen bis 2025 getilgt werden.