Internationales
"Washington Post" kritisiert Corona-Krisenmanagement von US-Präsident Trump
Write: 2020-10-29 08:57:56 / Update: 2020-10-29 10:21:37
Die US-amerikanische Tageszeitung "Washington Post" hat das Corona-Krisenmanagement von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert.
Der Journalist Josh Rogin warf Trump Kolumne insbesondere vor, Südkorea schlechtgemacht zu haben, anstatt von dem Verbündeten zu lernen.
Südkorea habe der Welt gezeigt, wie die Pandemie eingedämmt werden könnte. Ein neidischer Trump habe Südkoreas Erfolge hingegen kleingeredet und Lügen über das Land verbreitet, kritisierte der Journalist in dem am Dienstag veröffentlichten Beitrag.
Als ein Negativbeispiel für ein solches Verhalten innerhalb der US-Regierung nannte er eine Bemerkung von US-Gesundheitsminister Alex Azar in der Vorwoche, nach der Südkoreas Erfolg auf "despotisches asiatisches Verhalten" zurückzuführen sei. Rogin bezeichnete in seinem Artikel diese Einschätzung als falsch. Stattdessen hätten eine effiziente Politik, einschließlich intensiven Testens, Kontaktnachverfolgungen und Kampagnen für das Masken-Tragen den Erfolg ermöglicht.
Das Verhalten gegenüber Südkorea sei lediglich ein Aspekt eines ungebührlichen Verhaltens gegenüber dem US-Verbündeten. Denn Trump habe auch wiederholt mit einem Abzug von Truppen aus Südkorea gedroht und eine kräftige Anhebung des Verteidigungsbeitrages gefordert, schrieb der Kolumnist weiter.
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