Laut Bloomberg sind die USA und die Europäische Union gespaltener Meinung dazu, wer von beiden Finalistinnen die neue Chefin der Welthandelsorganisation (WTO) werden sollte.
Die EU neige dazu, die nigerianische Kandidatin Ngozi Okonjo-Iweala zu unterstützen, berichtete die Nachrichtenagentur unter Berufung auf gut informierte Quellen. Die Union könne am Mitwoch diese Position bekannt geben. Dagegen favorisiere die Trump-Regierung die südkoreanische Kandidatin Yoo Myung-hee.
Okonjo-Iweala werde für Menschen, die mit der Denkweise des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer vertraut seien, als zu eng verbandelt mit den Befürwortern des Freihandels wie dem früheren US-Handelsbeauftragten Robert Zoellick angesehen, hieß es. Sie war bei der Weltbank beschäftigt, als Zoellick deren Präsident war.
Bloomberg fügte hinzu, dass das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl am 3. November ein Einflussfaktor für die Wahl der WTO-Spitze sein könnte. Sollte der Demokrat Joe Biden siegen, könne sich die Position der US-Regierung ändern.