Das US-Außenministerium hat den Druck gegenüber südkoreanischen Unternehmen erhöht, die Produkte des chinesischen Telekommunikationsausrüsters Huawei nutzen.
Das Ministerium habe sogar auf rechtliche Risiken eines Geschäfts mit Huawei hingewiesen, berichtete der US-Auslandssender Voice of America (VOA).
Der Sender fragte, ob das Ministerium gezielt mit Verweis auf den koreanischen Mobilfunkanbieter LG Uplus, der Huawei-Ausrüstung nutzt, der südkoreanischen Seite Besorgnis übermittelt habe. Private Unternehmen träfen selbst Entscheidungen, antwortete ein Beamter des Sprecherbüros. Zugleich hieß es jedoch, was das Ressort ständig fordere, sei eine sorgfältige Abwägung der möglichen Einbeziehung von nicht vertrauenswürdigen Anbietern in alle 5G-Netze.
Die USA hatten bei einer hochrangigen Wirtschaftssitzung mit Südkorea am 14. Oktober erneut verlangt, Huawei auszuschließen. Südkorea wiederholte seine bisherige Position, dass die Entscheidung bei den privaten Unternehmen liege.
Der Beamte sagte weiter, dass über 40 Länder und 50 Telekommunikationsunternehmen an einem „sauberen Netzwerk“ beteiligt seien. Auch Südkorea solle dazugehören.
Ein „sauberes Netzwerk“ ist ein Programm der USA, bei 5G-Netz, mobilen Applikationen und in weiteren Bereichen Produkte chinesischer Unternehmen zu verbannen, die die USA als nicht vertrauenswürdig einstufen.