Laut einem Medienbericht will die japanische Regierung radioaktiv kontaminiertes Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima doch noch ins Meer leiten.
Das schrieb die japanische Zeitung „Mainichi Shimbun“ am Donnerstag und zitierte einen Regierungsbeamten mit entsprechenden Worten.
Eine formelle Entscheidung werde voraussichtlich noch diesen Monat bei einer Kabinettssitzung getroffen.
Laut TEPCO, Betreiber des 2011 havarierten AKW Fukushima Daiichi, werden mit Stand September 1,23 Millionen Tonnen verseuchtes Wasser gespeichert. Die Behälterkapazitäten würden im Sommer 2022 ausgeschöpft sein.
Südkorea äußerte wiederholt Bedenken über Japans Entsorgungsplan. Der Chef seiner Kommission für Nuklearsicherheit (NSSC), Eom Jae-sik, sagte am Montag vor dem Parlament, dass im Falle der Entsorgung von verseuchtem Wasser aus Fukushima im Meer die Verbreitung von radioaktivem Tritium im Meer unvermeidbar sei.