Die südkoreanische Bürgerorganisation VANK hat eine globale PR-Kampagne gestartet, um die Entfernung einer jüngst in Berlin aufgestellten Statue zum Gedenken an die Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee zu verhindern.
Das Bezirksamt Mitte hatte letzten Mittwoch die für das Statuenprojekt zuständige Organisation Korea Verband schriftlich aufgefordert, die Friedensstatue in Form eines Mädchens bis zum 14. Oktober zu entfernen.
Die Entscheidung wurde zwar damit begründet, dass wegen des zuvor nicht bekannt gemachten Wortlauts der Texttafel Störungen der deutsch-japanischen Beziehungen verursacht worden seien. VANK geht jedoch davon aus, dass Lobbyismus der japanischen Regierung dazu geführt habe.
VANK fertigte ein Plakat, das zeigt, dass der ehemalige deutsche Bundeskanzler Willy Brandt neben der Mädchenstatue sitzt. Anlass ist, dass Brandt 1970 vor dem Ehrendenkmal für die Toten des Warschauer Ghettos auf die Knie sank.
Die Gruppe will das Poster über soziale Netzwerke weltweit verbreiten. Sie veröffentlichte zudem auf der weltgrößten Petitionsplattform change.org eine Petition gegen die deutsche Bundesregierung und das Bezirksamt Mitte wegen der Forderung nach der Entfernung der Statue.