Die Staatsanwaltschaft will im Sex-Skandal "Nth Room" eine lebenslange Haftstrafe für den mutmaßlichen Drahtzieher fordern.
Der Mann soll der ursprüngliche Betreiber von "Nth Room" gewesen sein. In dem Chatraum im Messengerdienst Telegram wurden auch Aufnahmen gehandelt, zu deren Erstellung Frauen und Minderjährige erpresst worden sein sollen.
In der Abschlussverhandlung in der Zweigstelle Andong des Bezirksgerichts Daegu warf die Staatsanwaltschaft Moon Hyung-wook am Montag vor, vielen Menschen Schaden zugefügt zu haben, um seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Er sei an sorgfältig geplanten und vorsätzlichen Taten beteiligt gewesen.
Der 24-jährige Student nannte sich im Internet "God God" und war am 12. Juni angeklagt worden. Ihm werden insgesamt 12 Straftaten vorgeworfen, darunter Verstoß gegen das Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Ausbeutung.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft habe Moon 21 Kinder und Minderjährige zu seinem Opfer gemacht. Diese seien in 1.275 Fällen zur Erstellung und Zusendung von Videoaufnahmen gezwungen worden. Moon soll im Zeitraum Februar 2019 bis Januar dieses Jahres 3.700 Missbrauchsvideos in dem Chatraum angeboten haben.
Laut Angaben der Staatsanwaltschaft seien einige der Opfer von Moons Komplizen vergewaltigt und dabei gefilmt worden.