Das UN-Kommissariat für Menschenrechte (OHCHR) hat Süd- und Nordkorea aufgerufen, einen nach Südkorea gekommenen früheren nordkoreanischen Diplomaten und dessen Familie zu schützen.
Das berichtete der US-Sender Radio Free Asia (RFA) am Freitag.
Jüngst wurde bekannt, dass der im November 2018 verschwundene damalige kommissarische Botschafter an der nordkoreanischen Botschaft in Rom, Jo Song-gil, und seine Frau im Juli letzten Jahres nach Südkorea gekommen waren. Seine Tochter konnte nicht mitreisen und soll derzeit in Nordkorea leben.
Auf die Frage nach der Angelegenheit antwortete die Sprecherin des OHCHR, Marta Hurtado, das Amt unterstreiche die absolute Verpflichtung der nordkoreanischen Behörden, Familienangehörigen von Überläufern keinerlei Vergeltung auszusetzen.
An die südkoreanische Regierung gerichtet hieß es, Staaten, die Überläufer aufnehmen, müssten alle möglichen Schritte unternehmen, um deren Rechte zu wahren.
Das italienische Außenministerium hatte im Februar letzten Jahres bestätigt, dass Jos damals noch unmündige Tochter am 14. November 2018 nach Nordkorea zurückgekehrt war.