Eine Gruppe von Frauenrechtsaktivistinnen hat sich gegen den Plan der Regierung ausgesprochen, das Anti-Abtreibungsgesetz zu überarbeiten, aber nicht abzuschaffen.
Die Gruppierung Safe Abortion, die sich aus mehreren Frauenorganisationen zusammensetzt, hielt am Donnerstag vor dem Präsidialbüro eine Pressekonferenz ab und forderte die vollständige Abschaffung des Anti-Abtreibungsgesetzes.
Die Leiterin der Gruppe, Park A-reum, beschuldigte die Regierung Moon Jae-ins, dass sie immer noch versuche, das Leben und die Rechte von Frauen zu kontrollieren.
Sie argumentierte auch, die geplante Revision stehe entgegen der Anerkennung des Verfassungsgerichts, dass das Anti-Abtreibungsgesetz verfassungswidrig und so rückschrittlich sei, dass es Ärger und Bedauern provoziere.
Die Gruppe führte auch Auftritte von schwarz gekleideten Frauen durch und plant Einzeldemonstrationen in der Nähe des Amtssitzes und im ganzen Land.
Diese Veranstaltung erfolgte einen Tag, nachdem die Regierung eine Vorabmitteilung über Änderungen des Strafgesetzbuchs und des Gesetzes über die Gesundheit von Mutter und Kind veröffentlicht hatte, die Frauen einen Schwangerschaftsabbruch in den ersten 14 Wochen ermöglichen würden.
Im Rahmen dieser Änderungen dürfen Frauen auch zwischen der 15. und 24. Schwangerschaftswoche aus bestimmten Gründen abtreiben, darunter bei schwerwiegenden Gesundheitsrisiken oder als Opfer sexueller Übergriffe.
Die Änderungen sind Folgemaßnahmen zu einem Urteil des Verfassungsgerichts im April letzten Jahres, als das Gericht ein völliges Verbot von Abtreibungen als Verstoß gegen die Verfassung wertete und Änderungen der geltenden Abtreibungsgesetze forderte.