Die japanische Regierung hat laut einem Medienbericht auch bei der Berliner Landesregierung darauf gedrängt, eine jüngst aufgestellte koreanische Statue zum Gedenken an die Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee zu entfernen.
Die „taz“ schrieb am Mittwoch (Ortszeit), dass die japanische Botschaft dem Berliner Senat ihre Position zur Friedensstaue mitgeteilt habe.
Die Senatskanzlei habe nach Bekanntwerden des Vorgangs Gespräche mit der japanischen Botschaft und dem Bezirksamt Mitte geführt und sich für eine schnelle Lösung eingesetzt, sagte Senatssprecherin Melanie Reinsch der "taz".
Das Denkmal in Gestalt eines Mädchens steht seit Ende September an der Ecke Bremer Straße/Birkenstraße im Bezirk Mitte. Es ist die dritte Statue zum Gedenken an die sogenannten Trostfrauen in Deutschland, doch die erste auf öffentlichem Grund.
Nach Bekanntwerden deren Aufstellung hatte der japanische Chefkabinettssekretär Katsunobu Kato gesagt, dass man sich um die Entfernung der Statue bemühen werde. Der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi hatte laut japanischen Medienberichten letzte Woche in einem Telefongespräch mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas um die Beseitigung der Statue gebeten. Motegi gab mittlerweile zu, dass er das Thema angesprochen hatte.
Han Jung-hwa vom Korea Verband, der die Aufstellung in Berlin federführend zustande brachte, sagte, dass man in Solidarität mit lokalen Bürgerorganisationen und Einwohnern die Mädchenstatue schützen werde.