Südkorea will sich für Fortschritte in den Beziehungen mit Japan einsetzen.
Darauf einigten sich die Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats am Donnerstag. In der Sitzung unter Leitung des nationalen Sicherheitsberaters Suh Hoon waren sich die Teilnehmer über die Notwendigkeit einig, die Beziehungen mit Japan voranbringen zu müssen.
Zuvor hatte Präsident Moon Jae-in ein Schreiben an den neuen japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga geschickt, in dem er zu dessen Wahl gratulierte und ebenfalls Bemühungen um ein besseres bilaterales Verhältnis vorgeschlagen hatte.
16 Minister in Sugas Kabinett zählten bereits zur Regierungsmannschaft von Shinzo Abe. Sugar war als Kabinettssprecher einer der engsten Vertrauten Abes. Daher wird mit einer nahtlosen Fortsetzung des harten Kurses gegenüber Südkorea gerechnet.
Am Mittwoch hatte Außenminister Toshimitsu Motegi die Vorwürfe gegen Südkoreas Obersten Gerichtshof bekräftigt. Dessen Entscheidung aus dem Jahr 2018, dass japanische Unternehmen ehemalige koreanische Zwangsarbeiter entschädigen müssen, wertete er als völkerrechtlichen Verstoß.
Tokio argumentiert, dass sämtliche Entschädigungsansprüche gemäß dem Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen von 1965 abgegolten seien.