Südkorea hat die Notwendigkeit der Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen Süd- und Nordkorea sowie den USA betont und um die Unterstützung der Nachbarländer hierfür gebeten.
Laut dem Außenministerium in Seoul machte Außenministerin Kang Kyung-wha die entsprechende Äußerung beim 27. Außenministertreffen des ASEAN-Regionalforums (ARF) am Samstag, das online stattfand. Sie habe sich mit anderen Teilnehmern über anstehende Sicherheitsangelegenheiten wie die Lage auf der koreanischen Halbinsel, die Frage des Südchinesischen Meers und die Reaktion auf Covid-19 ausgetauscht.
Kang bekräftigte dabei die Entschlossenheit der südkoreanischen Regierung für diplomatische Bemühungen, um in enger Kooperation mit den USA und der internationalen Gemeinschaft eine vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und dauerhaften Frieden zu verwirklichen.
Sie betonte, dass die Kooperation zwischen Süd- und Nordkorea, den direkt Beteiligten in der Frage der koreanischen Halbinsel, der Grundstein für Frieden auf der Halbinsel sei. Sie erläuterte die Bemühungen der südkoreanischen Regierung um Fortschritte in den innerkoreanischen Beziehungen, darunter die Kooperation in den Bereichen Seucheneindämmung, Gesundheit und Medizin, Forstwesen und Agrartechnologie.
An der Sitzung nahm der nordkoreanische Botschafter in Indonesien, An Kwang-il, teil. Wie verlautete, sei er jedoch auf Kangs Forderung nach einem Dialog nicht eingegangen. An habe gesagt, Nordkorea stehe derzeit vor der Herausforderung, verschiedene Schwierigkeiten zu überwinden und zu einer starken Nation zu werden. Er habe außerdem angemerkt, dass die Situation auf der koreanischen Halbinsel nicht einfach sei.