Die Regierung hat für den nationalen Gründungstag angemeldete Versammlungen mit mindestens zehn Teilnehmern verboten.
Die Nationale Polizeibehörde habe für 78 von 291 für den 3. Oktober in Seoul angemeldeten Versammlungen ein Verbot verhängt, teilte die Katastrophenschutzzentrale mit. Betroffen seien Kundgebungen, an denen mehr als zehn Menschen teilnehmen wollten oder die in einer verbotenen Zone geplant seien.
Insgesamt neun Organisationen hätten 32 Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern im Stadtzentrum angemeldet. Sechs Gruppen davon hätten auch für den Unabhängigkeitstag am 15. August Versammlungen beantragt, hieß es.
Bei einer Massenkundgebung könne ein großes Risiko der Ausbreitung von Infektionen bestehen, weil beim Singen und lauten Rufen Speicheltröpfchen verteilt werden könnten, Menschen dicht aneinander seien und viele Menschen aus dem ganzen Land kämen, hieß es. Die Regierung bat um Verständnis dafür, dass zur Verhinderung weiterer Masseninfektionen vorübergehend Versammlungen beschränkt werden müssten.
Die Regierung will die betreffenden Organisationen kontinuierlich dazu überreden, auf Versammlungen zu verzichten.
Im Zusammenhang mit Kundgebungen in der Stadtmitte Seouls am 15. August wurden bisher 557 Infizierte mit dem Coronavirus in 14 Provinzen und provinzfreien Städten bestätigt.