Ein weiteres Opfer der Sexsklaverei durch das japanische Militär ist gestorben.
Lee Mak-dal sei am Samstagabend verstorben, teilte der Koreanische Rat für Gerechtigkeit und Erinnerung in Fragen der Sexsklaverei durch das japanische Militär mit.
Nach Angaben der Organisation wurde Lee im Jahr 1923 in Hadong in der Provinz Süd-Gyeongsang geboren. Sie sei 1940 von zwei Japanern betrogen worden, die ihr einen Arbeitsplatz zugesagt hätten. Dann habe sie in Taiwan als Sexsklavin für japanische Truppen dienen müssen.
Nach der Befreiung Koreas von Japan kehrte Lee nach Südkorea zurück und lebte in Busan. Sie ließ sich 2005 offiziell als Opfer der Sexsklaverei in Kriegszeiten bei der Regierung registrieren. Sie habe an der sogenannten Mittwochsdemonstration für die Lösung der Trostfrauenfrage und weiteren Aktivitäten teilgenommen, hieß es.
Mit dem Todesfall sank die Zahl der noch Lebenden von den bei der südkoreanischen Regierung offiziell registrierten früheren Sexsklavinnen auf 16.