Zehntausende Ärzte in Südkorea legen heute die Arbeit nieder.
Sie protestieren gegen Reformpläne, nach denen unter anderem mehr Mediziner ausgebildet werden sollen.
Die Koreanische Ärztevereinigung (KMA) teilte mit, dass heute ein dreitägiger Streik beginne. Daran beteiligten sich Ärzte und in der Ausbildung befindliche Mediziner der Allgemeinkrankenhäuser sowie niedergelassene Ärzte.
KMA fordert einen Rückzug der Reformpläne, die auch die Einrichtung einer neuen öffentlichen Medizinhochschule vorsehen.
Die Mediziner hatten bereits am 14. August die Arbeit niedergelegt und in der Hauptstadt Seoul eine Großkundgebung veranstaltet. Die diesmaligen Proteste sollen aufgrund der Verbreitung des Coronavirus online stattfinden.
Seit Ende letzter Woche streiken bereits tausende von Nachwuchsärzten.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hatten sich mit Stand Dienstag 58,3 Prozent der etwa 10.000 Ärzte in Praktikum und Facharztausbildung dem Streik angeschlossen.