Regierung und Koreanische Ärztevereinigung (KMA) wollen Arbeitsgespräche aufnehmen.
Auf ein Ende des Streiks von Nachwuchsmedizinern konnten sie sich aber noch nicht einigen.
Nach Angaben aus dem Büro des Ministerpräsidenten hätten beide Seiten bei einem Treffen die Einschätzung geteilt, dass über die Covid-19-Krise gesprochen werden müsse. Aus diesem Anlass wolle man sich zu einer 70-minütigen Diskussion zusammenfinden.
Die Sitzung am Montag wurde von Ministerpräsident Chung Sye-kyun geleitet. Zu den weiteren Teilnehmern zählten Gesundheitsminister Park Neung-hoo und KMA-Chef Choi Dae-zip. Sie waren sich einig, dass die bestehenden Differenzen bald beigelegt werden müssten.
Minister Park sprach im Anschluss an die Sitzung vor Reportern von "positiven Diskussionen" in Richtung einer Lösung für den Ärzte-Streik.
Der Chef der Ärztevereinigung sprach zwar von "aufrichtigen Gesprächen", jedoch gebe es noch Differenzen zu beseitigen. Er bekräftigte das Vorhaben, wie geplant am Mittwoch in den Streik zu treten.
Zuvor hatte in einer von Premier Chung geleiteten Sitzung mit einer Vereinigung von in der Ausbildung befindlichen Ärzten vereinbart werden können, dass sich die Nachwuchsmediziner trotz ihres Streiks an der Behandlung von Covid-19-Patienten beteiligen. Damit keimte die Hoffnung auf, dass sich im Streit zwischen Regierung und Medizinern eine Lösung anbahnt.
Die jungen Ärzte wehren sich vor allem gegen Pläne der Regierung, mehr Mediziner auszubilden. Ihr Streik fällt in eine Zeit, in der in Südkorea die Corona-Infektionszahlen wieder kräftig steigen.