Medizinstudenten im ganzen Land haben am Dienstag beschlossen, die staatliche Zulassungsprüfung und den Unterricht zu boykottieren, um gegen den Medizin-Reformplan der Regierung zu protestieren.
Die Vereinigung koreanischer Medizinstudenten hat nach einer am Wochenende unter ihren Mitgliedern durchgeführten Umfrage entsprechende Vorschlägen für die kollektive Aktion gebilligt.
Der Verband sagte, 81,5 Prozent der Anwärter auf die staatliche Qualifikationsprüfung für Ärzte befürworteten den Boykott. Das Staatsexamen ist für den 1. September vorgesehen.
91,3 Prozent der Befragten sprächen sich außerdem für ein kollektives Fernbleiben vom Unterricht aus.
Der Verband fügte hinzu, dass die geplanten Maßnahmen die Karrieren der angehenden Ärzte beschädigen und die medizinische Versorgung stören könnten, doch die Studenten seien bereit, derartige Schäden in Kauf zu nehmen.
Die Korea Association of Medical Colleges, ein Zusammenschluss von 40 medizinischen Hochschulen und Schulen im ganzen Land, forderte die Medizinstudenten jedoch auf, diese Pläne fallen zu lassen.