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Ein im Verdacht der sexuellen Belästigung stehender Diplomat ist am Montag von den Philippinen, seinem aktuellen Dienstland, zurückgekehrt.
Die Rückkehr erfolgte 14 Tage, nachdem das Außenministerium ihn am 3. August in die Heimat zurückbeordert hatte. Die sofortige Rückkehr wurde als Personalmaßnahme veranlasst.
Das Ministerium will nach einer zweiwöchigen Quarantäne des Diplomaten über Folgemaßnahmen entscheiden.
Dem Diplomaten wird vorgeworfen, in seinem früheren Dienstland Neuseeland im Dezember 2017 einen lokalen Mitarbeiter drei Mal sexuell belästigt zu haben. Der Diplomat hatte Neuseeland im Februar 2018 mit Ablauf seiner Dienstzeit verlassen, ehe die dortigen Justizbehörden eine Untersuchung aufnahmen.
Das südkoreanische Außenministerium hatte dem Diplomaten im Februar 2019 nach einer Inspektion einen Monat lang den Sold gekürzt.
Das mutmaßliche Opfer hatte den Fall im Oktober 2019 der neuseeländischen Polizei gemeldet. Daraufhin veranlassten die dortigen Justizbehörden Haftbefehl gegen den Diplomaten und baten die südkoreanische Regierung um Ermittlungskooperation.