Nach der Explosionskatastrophe ist es im Libanon am Wochenende zu heftigen Anti-Regierungsprotesten gekommen.
Nachdem bei den Detonationen in Beirut über 150 Menschen ums Leben gekommen und über 6.000 Menschen verletzt worden waren, gingen wütende Einwohner auf die Straße.
Das Land leidet unter wirtschaftlicher Not, offenbar verursacht durch Inkompetenz der Regierung. Die Landeswährung wertete innerhalb von zehn Monaten um 80 Prozent ab.
Im Zuge der Unterdrückung der Proteste wurden rund 230 Menschen verletzt, ein Polizist kam ums Leben.
Um die Lage unter Kontrolle zu bekommen, schlug Ministerpräsident Hassan Diab vor, die Parlamentswahl vorzuziehen. Fünf Abgeordnete und ein Minister boten ihren Rücktritt an.
Papst Franziskus rief unterdessen die internationale Gemeinschaft zur Hilfe für den Libanon auf.
Die südkoreanische Friedenstruppe Dongmyeong startete mittlerweile Hilfsaktivitäten im Libanon. Die Einheit überreichte der libanesischen Seite Masken und Dinge des täglichen Bedarfs.